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Saturday, February 15, 2014

Arabisch-iranischer Aktivist erhängt


Hashem Shebani, auch Shabaninejad genannt, beim erzwungenen Fernsehauftritt im Dezember 2011.  Screenshot: youtube.com/user/paniranistpart

Seine Waffe war die Feder


Haschem Schabani setzte sich im Iran für die arabische Minderheit ein. Nach einem erzwungenen Geständnis wurde er als Terrorist hingerichtet.
Der 32-Jährige wurde in Ahwas in der Provinz Chousistan im Südwesten des Iran geboren, einer Region, in der viele Araber leben. Dies sollte sein Leben stark beeinflussen. An der Universität Ahwas studierte er arabische Literatur, Erziehungswissenschaften und Politik. Er arbeitete als Lehrer, zuletzt in der Stadt Ramshir, ebenfalls in Chousistan, wo er bis zu seiner Festnahme mit Frau und Kind lebte.
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Schabani setzte sich sehr für die Förderung arabischer Kultur im Iran ein. Zusammen mit vier Gleichgesinnten gründete er deshalb das Kulturzentrum Al-Hiwar (Dialog). Im Mai 2005 wurde das Zentrum verboten; zahlreiche Mitarbeiter wurden seither festgenommenIm Februar 2011, am Vorabend des sechsten Jahrestages von arabischen Protesten in Ahwas, traf es auch Schabani und seine vier Mitstreiter im Rahmen mehrerer Razzien der Behörden gegen Angehörige der Minderheit. Am 13. Dezember 2011 wurde Schabani zu einem Fernsehauftritt gezwungen, in dem er „gestand“, Mitglied einer bewaffneten arabischen Gruppe namens Volksbewegung zu sein. In einem aus dem Gefängnis herausgeschmuggelten Kassiber widerrief er dies jedoch. Er habe die legitimen Rechte der arabischen Minderheit verteidigt, „das Recht auf freies Leben mit allen zivilen Rechten“, schrieb er. Dabei habe er aber niemals zur Waffe gegriffen, mit Ausnahme der Feder.

Am 7. Juli 2012 verurteilte ein Revolutionsgericht die fünf Männer nicht nur als „Feinde Gottes“, sondern auch wegen der „Verbreitung von Korruption auf Erden“, Propaganda gegen die Islamische Republik sowie Unterminierung der nationalen Sicherheit zum Tode. Neben Schabani wurde am 27. Januar auch sein Mitstreiter Hadi Rashedi gehängt.